23 schnelle Tipps für eine bessere Conversion-Rate

Conversion-Optimierung ist eine Lohnende Investition. 23 Ideen für schnelle Anpassungen, die einen merkbaren Unterschied machen sollten.

Illustration eines Conversion-Optimierers im Labor

Es strömen Menschenmassen durch deine Webseite, aber am Ende kauft keiner was? Was kannst du machen, damit die Conversion-Rate steigt?

Sofort alle Marketingkampagnen stoppen und deren Ausrichtung überdenken? SEO-Bemühungen auf Eis legen und Produktion neuer Inhalte einstellen?

Vermutlich nicht. Bevor du die Pferde verrückt machst, solltest du lieber Zeit darauf verwenden, die bestehenden Inhalte für Conversions zu optimieren. Aber bevor du jetzt alles stehen und liegen lässt, und die große A/B-Test-Keule auspackst, wirf einen Blick auf diese 25 Ideen für eine bessere Conversion-Rate

  1. Kein A/B-Test ohne A/A-Test. Bevor du wegen eines erfolgreichen A/B-Test alles über den Haufen wirst, sollte die Testsoftware in einem Test der gleichen Versionen gegeneinander beweisen, dass sie fehlerfrei funktioniert.
  2. Keine Mini-Tests. Achte darauf, dass statistische Signifikanz nicht immer dann erreicht ist, wenn das Testprogramm sagt, dass es so ist. Unter 100 Conversions ist es schwierig den Erfolg wirklich zu messen, weil Einzelfälle die Quote noch sehr stark beeinflussen.
  3. Keine Annahmen, Fakten! Etwas nicht zu testen, weil du glaubst, dass es nicht funktioniert ist nicht unbedingt eine gute Idee. Auch ein roter Button hat schon A/B-Tests gewonnen, nachdem sich eigentlich alle Seiten einig waren, dass das nicht funktionieren kann, weil rot ja Fehler anzeigt.
  4. Sei direkt. Es klingt etwas platt, aber sei im Zweifel platt. Sag dem Besucher ganz klar, was du von ihm möchtest.
  5. Zahlen und neutrale Quellen helfen. Du kannst viel erzählen, wenn der Tag lang ist. Aber 86% der Besucher sind eher bereit eine Aussage zu glauben, wenn sie mit einer belegbaren Statistik oder Studie untermauert ist. Klingt aber auch ohne ganz gut, oder?
  6. Farben sind wichtig. Teste verschiede Farben. Gerade für die Call-to-Action-Buttons. Es gibt keine Universallösung. Ich höre häufiger irgendwelches Halbwissen, dass grün besser ist als blau oder umgekehrt. Es gibt keine generelle Antwort. Das hängt vom Design, den Kontrasten und vielen verschiedenen anderen Faktoren ab.
  7. Ein Wort sagt mehr als ein anderes Wort. Probiere andere Formulierungen. Im Speziellen für Überschriften und Call-to-Action-Buttons. Worte wie „kostenlos“ und „ohne Risiko“ sind immer ganz gute Kandidaten. Natürlich nur, wenn wirklich keine Risiken be- oder keine Kosten entstehen.
  8. Erzeuge zeitlichen Druck. „Fünf Besucher schauen gerade die gleiche Reise an, wie du und es sind nur noch zwei verfügbar.“ oder „noch 2 Stück auf Lager“ sind gute Möglichkeiten den Nutzer zum Handeln zu animieren und Entscheidungen nicht hinten an zu stellen.
  9. Manche Menschen wollen nicht lesen. Lässt sich deine Website gut überfliegen? Sind entsprechende Passagen gut hervorgehoben? Geben die Überschriften einen guten Überblick? Ist vielleicht ein Video für das Zielpublikum die bessere Wahl oder eine gute Alternative für Lesefaule?
  10. Manche Menschen wollen lesen. Kurze Inhalte sind nicht unbedingt besser als Lange. Eine längere Verkaufs- oder Landingpage kann die Conversion-Rate deutlich steigern, wenn sie den Besucher überzeugt.
  11. Sei persönlich in den Texten. Unpersönliches Auftreten schreckt ab und hält potentielle Kunden auf Distanz. Gutes Storytelling und persönliche Ansprachen sind ein guter Weg, diese Distanz zu überbrücken.
  12. Reihenfolge ist wichtig. Susan Weinschenk belegt in ihrem lesenswerten Buch „Neuro Web Design“, dass die Platzierung von Elementen und die Reihenfolge einen großen Einfluss auf Kaufentscheidungen hat. So werden Elemente, die in Listen weiter vorn stehen, häufig als überlegen angesehen. Auch wenn es dafür keinen Beleg gibt.
  13. Überschätze deinen Ruf nicht. Viele Besucher sind sehr skeptisch, wenn sie auf fremden Seiten einkaufen. Siegel wie die von Trusted Shops oder dem TÜV machen häufig einen überraschend großen Unterschied.
  14. Es zählt nur der Abschluss. In einem Prozess mit mehreren Schritten bringt es nichts, auf die jeweilige Absprungrate pro Schritt zu schielen. Es sollte bei jeder Änderung die Veränderung für den tatsächlichen Abschluss am Ende gemessen werden.
  15. Weniger Schritte sind nicht unbedingt besser. In der Obama-Kampagne hat das Aufbrechen des Spendenformulars von einem Schritt in vier Schritte die Conversion um 5% gesteigert. Wenn dadurch der Prozess klarer wird, können mehr Schritte ein Gewinn sein.
  16. Es gibt keine universelle Antwort. Was für den einen eine gute Idee ist, muss keine Patentlösung für alle sein. Wenn jemand davon berichtet, wie gut eine spezielle Lösung funktioniert. Annahmen, die von anderen übernommen werden, sollten immer trotzdem getestet werden.
  17. Sei schnell. Wenn deine Seite zu langsam ist, kostet das bares Geld. Amazon hat schon 2008 herausgefunden, dass 100ms mehr Ladezeit 1% weniger an Profit bedeuten. Es ist also ratsam in schnelle Server und gutes Caching zu investieren.
  18. Teste mit Menschen. Schon zu einem frühen Projektzeitpunkt kannst du gut Tests mit Probanden durchführen, die du vor Prototypen oder Entwürfe setzt, ihnen eine einfache Aufgabe gibst und sie bittest ihre Gedanken auf dem Weg laut auszusprechen. So findest du Stolpersteine für deine Besucher bevor echte Besucherströme darauf loslässt.
  19. Ein Menü ist nicht immer was gutes. Gerade auf Landingpages kann es sehr ratsam sein, den Besucher direkter zu seinem Glück zu führen und ihm nicht die Möglichkeit zu geben, sich von anderen Inhalten vom Abschluss ablenken zu lassen.
  20. Ein klar beschrifteter Button oder Link kann einen großen Unterschied machen. „Weiterlesen“ oder „Anmelden“ sind relativ schwammige Beschriftungen für Links und Buttons. Klarheit kann auch hier einen deutlichen Unterschied machen.
  21. Minimiere Reibungsverluste. Lasse deine Besucher nichts tun, was sie nicht tun müssen. Jedes zusätzliche Formularfeld ist eine zusätzliche Hürde. Sammle wirklich nur, was du brauchst, nicht was du vielleicht gebrauchen könntest.
  22. Lass dich nicht ablenken. Wenn du versuchst die Conversion-Rate zu steigern, lass dich nicht von anderen Zahlen ablenken. Wenn die Absprünge mit der Conversion steigen, ist das eben so. Versuche nicht alle Werte auf einmal zu optimieren. Am Ende zählt, was unter dem Strich steht.
  23. Klare Fehlermeldungen. Lasse deine Besucher niemals im Unklaren. Auch nicht, wenn etwas schief läuft. „Eingabe ungültig“ ist keine ausreichende Fehlermeldung. Was genau ist das Problem? Sei im Zweifelsfall überdeutlich.

Es ist fast egal, woher deine Besucher kommen. Nahezu jeder Traffic lässt sich in zahlende Kunden umwandeln, wenn an den richtigen Stellschrauben gedreht wird. Mehr Traffic ist dabei nicht der einzige Weg zu mehr Umsatz. Mehr aus den Besuchern herauszuholen, die sowieso schon kommen, kann – gerade zu Beginn der Optimierung – der einfachere Weg sein.

Wenn du regelmäßig versuchst, mit neuen Ideen mehr aus deiner Website oder Landingpage herauszuholen, lässt sich das Ergebnis fast immer noch verbessern. Natürlich ist nicht jeder Test erfolgreich, aber wer nichts probiert, kann auch nichts gewinnen.

Hast du schnelle Tipps, die in der Liste fehlen?

Portraitfoto Andreas Dantz

Andreas Dantz

Andreas ist Designer und Berater für Digitales und ist spezialisiert auf Designsysteme & Apps.

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