Kurskorrektur

Wir haben unsere letzten Projekte durchgeschaut und wissen jetzt genauer, was wir suchen.

Wenn du selbst bestimmst, für wen du arbeitest, musst du gut aufpassen woran du arbeitest. In der Vergangenheit haben wir das nicht immer in dem Umfang getan, wie wir es hätten tun sollen.

So sind wir zwischenzeitlich beispielsweise stärker in Systementwicklung gezogen worden, als wir das eigentlich wollten. Das kann schnell gehen. Du baust hier eine Drupal-Seite hier, dann kommt da eine noch abgefahrenere Drupal-Seite da und schon bist du die „Drupal-Agentur“.

Wenn es das ist, was man machen möchte, ist das auch ziemlich perfekt. Nichts gegen Drupal im Speziellen, ich hätte auch ein anderes Beispiel nehmen können. Aber wir wollen keine Drupal-Entwickler sein, genau wie wir keine Java-Entwickler oder Druckvorstufe sein wollen. Wir sehen unsere Stärken einfach woanders. Darin Kunden zu Helfen, ihre Informationen zu strukturieren und das Ganze in ein Gewand zu kleiden, dass dem Projekt zum gewünschten Erfolg verhilft.

Wir haben also die Projekte der Vergangenheit durchkämmt und geschaut, was wir können, was wir gerne machen wollen und woran wir Spaß haben. Das soll uns auf der einen Seite helfen, unser eigenes Profil zu schärfen und andererseits uns auf die Dinge konzentrieren, die uns am meisten Spaß machen und wo wir gleichzeitig den größten Mehrwert erschaffen können. Das sind die Punkte von Oberflächen, Design und Konzeption von Interaktionen jeweils gewürzt mit einer Prise Spaß und Spieltrieb.

venn diagramm mit den neuen Projekten

Damit gehen wir auch direkt einem großen Problem aus dem Weg. In der Vergangenheit hatten wir immer mal wieder Probleme unsere Arbeiten zu zeigen. Weil entweder die Gestaltung nicht ganz oder gar nicht von uns kam, oder es einfach schwieriger ist zu erklären, welchen Teil des unterliegenden Systems wir gemacht haben. Für Automobilhersteller X die JavaScript-Implementierung folgender Funktionen gebaut zu haben oder für Versicherung Y Bereich Z konzipiert zu haben ergibt leider keinen besonders aufregenden und erst Recht keinen Referenzbereich. Der beste Beweis ist unsere Referenzsektion. Hier wollen wir in Zukunft offener und aktueller sein.

Für unsere Arbeit bedeutet das, dass wir zukünftig keine Projekte mehr annehmen, bei denen wir nicht zumindest in die Designkonzeption eingebunden sind. Wir setzen nicht mehr 1:1 irgendwelche Vorgaben um. Das ist einerseits meistens langweilig und andererseits problematisch. Wenn wir auf Ungereimtheiten stoßen ist es bestenfalls unnötig aufwändig, schlechtestenfalls nicht mehr möglich, diese aus der Welt zu schaffen.

Das bedeutet nicht, dass wir keine Systementwicklung mehr anbieten werden. Sollte ihr Projekt dies erfordern, lassen Sie uns gerne darüber sprechen. Wie bisher werden wir andere Freelancer, Spezialisten und Agenturen in unsere Projekte einbinden, um noch bessere Ergebnisse zu erzielen. Wir werden einfach bestimmte Teile früher an jemanden abgeben, der in dieser Aufgabe aufgeht und uns noch mehr auf die Aufgaben konzentrieren, die oben in dem hochwissenschaftlichen Diagram die Schnittmenge bilden.

Für einige ältere Projekte bedeutet dies auch, dass wir den technischen Support zum Jahreswechsel einstellen oder abgeben.

Wir freuen uns auf das, was vor uns liegt und freuen uns mit unseren bestehenden Kunden und hoffentlich vielen Neuen diese kleine Kurskorrektur vorzunehmen.

Portraitfoto Andreas Dantz

Andreas Dantz

Andreas ist Designer und Berater für Digitales und ist spezialisiert auf Designsysteme & Apps.

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