4.0 Beta und die Hürden des Relaunches

Vortrieb 4.0 ist endlich da. Es ist anders geworden, als wir uns das vorgestellt haben, aber vor allem ist es eins: online. Jetzt kann es an dieser Stelle endlich weiter gehen.

Die eigene Website zu bauen ist immer am schwersten. Der Anspruch an sich selbst, die vielen verschiedenen Ideen, die man gerne unterbringen möchte und nicht zuletzt die fehlende Zeit zwischen den Kundenprojekten sind nur einige der Gründe dafür. In der Folge geben viele Agenturen und Freelancer anderen Agenturen und Freelancern den Auftrag tatsächlich etwas fertig zu bekommen.

Die Planungen für eine neue Vortrieb-Website laufen im Prinzip schon seitdem die Jetzige hochgeladen wurde. Zu dem Zeitpunkt als die letzte Website startete, hatten wir gerade einige Projekte mit responsiven Elementen fertiggestellt. Die Überlegung war damals, noch einmal alles über den Haufen zu werfen und von vorn zu beginnen, um die eigene Website auch auf der technischen Bugwelle zu platzieren. Am Ende gewann der Pragmatismus und wir stellten sie online, wie sie mehr oder weniger bis eben an dieser Stelle zu finden war.

Ein Prozess wie ein Kaugummi

Der Prozess die eigene Website neu zu erfinden ist – wie gesagt – ziemlich schwierig und chaotisch. Im letzten Jahr bin ich irgendwann dazu übergegangen, die Entwürfe nach Monaten zu benennen. Immer wieder haben wir irgendetwas angefangen und unterschiedlich weit gebracht. Dann kam ein Projekt dazwischen und einen Monat später gefällt der Entwurf nicht mehr, weil wir wieder 23 neue Ideen haben.

Das andere Problem war, dass wir nach und nach die Lust verloren haben, unsere eigene Seite aktuell zu halten. Etwas wovor wir unsere Kunden regelmäßig warnen. Mit Recht wie sich herausstellen sollte. Zwar bekamen wir immer noch hin und wieder Komplimente, aber immer häufiger mischten sich verdeckte Ohrfeigen wie „so schlecht finde ich die aber jetzt auch noch nicht“ dazwischen. Erste Anrufer fragten, ob wir noch existieren würden, weil unser Blog immer mehr veraltete und die Referenzen auch mehr Liebe und Aktualität vertragen könnten.

So kamen wir langsam zu einem Punkt, an dem das viel größere Problem nicht mehr war, dass sich unsere Außendarstellung technisch nicht auf der Höhe der Zeit präsentierte, sondern, dass die Inhalte nicht mehr stimmten. Also fassten wir im Spätherbst letzten Jahres den Entschluss, einfach eine Seite zu bauen, bei der wir schnell und ohne Hindernisse neue Blogbeiträge und Referenzen veröffentlichen könnten. Mit der grundsätzlichen Idee und dem Stil waren wir noch zufrieden. Natürlich würden wir in dem Zug einige Dinge etwas auffrischen, aber Vorrang hatte die Anforderung, die Seite wieder mit Freude zu aktualisieren.

Auf die eigenen Worte hören

Das wars. Ende der Featurewunschliste. Keine abgefahrenen technischen Spielereien. Denn – und das ist eigentlich kein Geheimnis – das interessiert die wenigsten potentiellen Kunden. Vielleicht wendet sich der eine oder andere Entwickler enttäuscht ab, weil keine WebGL-3D-Echtzeitanbindung an die Kinect-Sensoren am Arduino in unser Küche stattfindet (und es gab Ideen, die nicht so weit davon weg waren). Aber wir wollten vor allem eine Plattform schaffen, die uns in Zukunft ermöglicht gern unsere Projekte darauf vorzustellen und die Basis weiterzuentwickeln.

Denn das ist schließlich ebenfalls etwas, was wir unseren Kunden nahelegen. Dort wo es sinnvoll ist, die bestehenden Dinge weiter zu entwickeln. Das haben wir schließlich – wenn auch mit großer Verspätung – getan. Die Seite ist noch lange nicht fertig und noch weniger komplett. In nächster Zeit werden wir dann häufiger hier schreiben und den Projektbereich weiter ausbauen. Auch für die anderen Seiten haben wir noch einige Ideen, die wir – so es das Tagesgeschäft zulässt – nach und nach einbauen werden. Wir hoffen der erste Ausblick auf die Zukunft dieser Website macht Spaß und wir freuen uns über Kommentare auf allen Kanälen.

Bis bald.

Portraitfoto Andreas Dantz

Andreas Dantz

Andreas ist Designer und Berater für Digitales und ist spezialisiert auf Designsysteme & Apps.

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