In den letzten Jahren habe ich gelernt, dass ein weit verbreiteter Glaube ist, sich selbst möglichst groß verkaufen zu müssen. Einzelpersonen versuchen auf der Website den Eindruck zu erwecken, ein halber Konzern zu sein. Firmen versuchen sich mit abstrusen Mitarbeiterzahlen zu vervielfachen. Die große Frage ist aber: Warum?

Oft hat ein solches Bild mit der anzutreffenden Wirklichkeit nichts zu tun. Ich weiß noch wie ich zu meinen ersten Vorstellungsgesprächen in Werbeagenturen ging und riesige Bürokomplexe erwartete. Was bei einem angehenden Mitarbeiter vielleicht noch kein Problem ist, stellt bei Kunden bereits den ersten Glaubwürdigkeitsverlust dar.

Dazu kommt noch: Was kann ich gewinnen, wenn Vortrieb jetzt in seiner Außendarstellung 10 Angestellte hat? Ich kann die Situation doch umgekehrt zu meinem Vorteil nutzen und mich als kleiner flexibler Dienstleister verkaufen, der keine riesige Verwaltung zu finanzieren hat. Immer der gleiche Ansprechpartner und alle Teilaufgaben aus einer Hand. Klingt die Wahrheit denn so schlimm?

Vortrieb bleibt so lange eine Person, wie wir nur ich sind.

von Andreas Dantz

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