Die Woche in Links: KW 20
Im Laufe einer Woche stolpert man ja über den ein oder anderen Artikel im Internet. Ich habe diese Woche die Interessanten gesammelt.
Das Problem des vielen Geldes
Jason Fried über Diaspora, ein geplantes Projekt für ein dezentrales, offenes Social-Network und die Probleme die der überwältigende Spendenerfolg mit sich bringt. — Signal vs. Noise
First Person UI am Beispiel der Navigationssoftware
Wann kann es sinnvoll sein, abstraktionsebenen aus Benutzeroberflächen zu entfernen und wann ist es sinnvoll aus der Ego-Perspektive darzustellen? — LukeW
Minimalistisches Webdesign mit Beispielen
Das Smashing Magazine zeigt Beispiele von sehr reduziertem Design. — Smashing Magazine
Das neue Tweetie Icon
Tim Van Damme über das Icon von Twitter für's iPhone und warum die erste Intention eines Designers nicht immer gutes Design sein muss. — Maxvoltar
Werkzeuge und Gedanken für Entwickler
Christian Heilmanns Vortrag auf der FOWA Dublin. — wait-till-i.com
Zeit in Webagenturen
Die Jungs von OnWired (er-)klären die Zeit in Webagenturen und den Unterschied zwischen Mann-, Frau- und Arbeitsstunden. — onwired
HTML5 Unterstützung in Browsern erkennen
Ziel ist nicht zu erkennen, ob ein Browser HTML5 unterstützt, sondern welche Teile des HTML5-Standards. — Dive into HTML5
Die erste tiefschürfende Analyse von VP8
Unmittelbar nach Googles Ankündigung, VP8 offen zu legen, die erste Analyse mit dem traurigen Ergebnis: „VP8 is not ready for prime-time; the spec is a pile of copy-pasted C code and the encoder’s interface is lacking in features and buggy.“ — x264dev
Piwik stellt seine neue Oberfläche zur Diskussion
Die Open-Source-Statistik Piwik stellt jetzt auch offiziell das geplante Design zur Diskussion und zeigt eine deutliche Verbesserung. — Piwik
iPhone App-Verkäufe aufgeschlüsselt
Für alle, die immer noch vom schnellen Reichtum träumen. — Techcrunch
Warum nicht Apple gegen HTML5?
Warum kämpft Apple gegen Flash aber für HTML5, wenn sich damit der AppStore genauso umgehen lässt? — Appleoutsider
Auch Webdesigner verschicken Briefe

Vor ein paar Tagen ist auch endlich der letzte Baustein der neuen Geschäftsausstattung angekommen, die Briefumschläge. Das mit der Stanze hat auch direkt beim ersten Anlauf geklappt, worauf ich Onliner besonders stolz bin.
Ja, auch wir Internetmenschen verschicken von Zeit zu Zeit noch einen Brief.
Kleine Änderungen und die Folgen
Ich habe vor kurzem angefangen einige Veränderungen an dieser Website zu planen und die ersten Kleinigkeiten auch schon umzusetzen. Am 23. März habe ich hier nicht nur die Farben umgestellt auf das neue Cyan, sondern auch den Inhalt der Startseite erweitert.
Neben der Box zum Umzug, steht auf der Startseite nun eine kleine Box mit den letzten Einträgen hier im Journal. Die Idee war, dem Journal etwas mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Nach den ersten zwei Wochen veröffentliche ich die Ergebnisse, um den Bogen zum Beitrag über Website-Pflege zu schlagen.
Das Ergebnis
Für die letzten zwei Wochen lässt sich eine deutliche Verbesserung feststellen. Nicht nur haben sich die Besucherzahlen insgesamt in den letzten zwei Monaten deutlich verbessert. Seit der Änderung ruft der Besucher dieser Website im Schnitt 3,88 Seiten auf. Im Vergleich zu den 2,81 Seiten vorher eine Verbesserung um knapp 38%. Außerdem ist die Absprungrate um ca. 10% gesunken.
Fazit
Mir ist durchaus klar, dass diese Änderung nicht sonderlich spektakulär ist und die Werte auch hinterher nicht überragen. Mir geht es in erster Linie an einem anschaulichen Beispiel zu zeigen, wie man mit kleinen, gezielten Änderungen Websites weiterentwickelt und die Statistiken nutzt um den Erfolg einzelner Änderungen zu bewerten.
Vortrieb im facebook

Seit einigen Wochen gibt es für Vortrieb eine eigene Seite im Facebook. Seit gestern hat sie die Seite die Marke von 50 Fans erreicht. Dadurch qualifiziert sie sich für eine eigene URL.
So wird aus http://www.facebook.com/pages/Bremen-Germany/Vortrieb/327894451827 ab sofort http://facebook.com/vortrieb. Wenn das mal keine Steigerung der Lebensqualität ist. Wer mag ist herzlich eingeladen, die kleinen Notizen und Diskussionen aus dem Büro dort zu verfolgen.
Das Märchen vom Relaunch
Kunden finden sich häufig in der Situation, dass ihnen ein Relaunch nahezu aufgezwungen wird. Egal ob man sich als Neukunde an die Agentur wendet oder Bestandskunde ist. Das Märchen vom Relaunch mit dem alles besser wird, ist ein häufig Erzähltes.
Das Problem
In regelmäßigen Abständen wird der alte Ballast über Bord geworfen und eine völlig neue Website konzipiert. Schmeißt man bei der Neuauflage aber jedes Mal die Komplette Website über Bord, kann man – zumindest theoretisch – alles besser machen als vorher.
In der Praxis sieht das aber anders aus. Denn man wirft auch die Dinge weg, die sich bewährt haben. Jede neue Website hat ein paar Ecken und Kanten.
Die Alternative: regelmäßige Pflege
Pflegt und verbessert man seine Internetpräsenz dagegen regelmäßig, ist der Erfolg deutlich größer. Voraussetzung ist natürlich die regelmäßige Analyse der bestehenden Website. Welche Unterseiten werden häufiger aufgerufen? Wo gehen Besucher verloren? Welche Inhalte sind veraltet? Wo muss die Darstellung etwas zeitgemäßer werden?
Es sind viele kleine Stellschrauben, an denen sich jederzeit drehen lässt. Auch kleine Änderungen, zum Beispiel die Umbenennung von Menüpunkten kann man testen, mit der bisherigen Variante vergleichen und dann die bessere Variante einsetzen. Gern genommenes Beispiel ist die Veränderung der Überschrift auf der Registrierungsseite, die Highrise 30% mehr Neuabschlüsse brachte.
Neben der Optimierung der eigentlichen Website hat die regelmäßige Pflege noch einen anderen Vorteil. Interesse des Besuchers. Erweitert sich der Inhalt regelmäßig, oder verbessert sich das Angebot mit der Zeit, wird auch das Interesse der Besucher zunehmen, mal wieder vorbei zu schauen. Nicht erst zum nächsten Relaunch.
Klarstellung
Damit das nicht falsch verstanden wird, in vielen Fällen ist ein kompletter Neuaufbau durchaus richtig und ohne Alternative. Aber da draußen sind jede Menge Websites die eine gute Basis für Weiterentwicklung sind. Oft genügen vielleicht ein paar kleine Verbesserungen (optisch wie inhaltlich) und regelmäßige Wartung. Preislich hält sich die Pflege meistens mit regelmäßigen Relaunches in etwa die Waage. Beim Erfolg allerdings nicht.